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Theater

English Drama Group 2013

Lord of the Flies

Die “English Drama Group“ des Anne-Frank-Gymnasiums präsentiert am 7./8./9. Juni um 19:00 die englischsprachige Theateraufführung „Herr der Fliegen“ nach der Romanvorlage von William Golding .

1954 wurde der Roman, der schnell zu einem weltweiten Erfolg wurde, „Lord oft he Flies“ veröffentlicht. Hierfür wurde ihm im Jahr 1983 der Nobelpreis verliehen.

1963 wurde sein Roman von Peter Brook verfilmt, 1990 ein weiteres Mal von Harry Hook.

Theater als Herausforderung

Der Unterricht in den künstlerisch-musischen Fächern bietet ein breites Spektrum im Hinblick auf ästhetisch-künstlerisches Lernen.

Theater setzt sich mit der individuellen und gesellschaftlichen Wirklichkeit auseinander und leistet somit wesentliche Beiträge zum Verständnis künstlerischer Produktionen durch Ausdrucks- und Darstellungsformen einerseits, andrerseits zum Erkenntnisgewinn durch den Einsatz dramaturgischer Gestaltungsmittel.

Die Schüler und Schülerinnen beteiligen sich aktiv an der Bühnengestaltung und der Beschaffung von Requisiten. Die Dramaturgie erfordert ein sehr fassettenreiches Bühnenbild wie Dschungel, Meer und Felsenlandschaft. Gemeinsam mit den Schülern haben wir uns für eine abstrakt minimalistisch eingerichtete Bühnenausstattung entschieden, um das Augenmerk des Publikums auf die Dialoge und die Kunst der Darstellung zu fokussieren.

Eine große Herausforderung stellt die Interaktion hinter den Kulissen dar. Mangelnde Disziplin und Rücksichtnahme innerhalb des Teams, Unkonzentriertheit und Nachlässigkeit bei den Probenterminen kosten Zeit und schlagen sich in schlechter Stimmung nieder.

Auch für den Projektleiter ist eine Theaterproduktion eine große Herausforderung. Er muss motivieren, delegieren, Rollen umschreiben, Termine einhalten, Termine arrangieren, Pressearbeit leisten. Dabei muss der normale Unterricht weiterlaufen. Viele Kollegen wagen sich aufgrund des hohen und anstrengenden Arbeits- und Zeitaufwands nicht mehr an größere Theaterproduktionen heran. Das ist schade, aber durchaus nachvollziehbar.

Aus meiner langjährigen Erfahrung mit Schultheater kann ich allerdings sagen, dass sich die Mühe lohnt. Im Team haben wir über einen langen Zeitraum ein gemeinsames Ziel verfolgt und auch erreicht. Der Zuschauerapplaus ist die Bestätigung. Das sind die Momente der Schulzeit, die Schüler nicht vergessen werden.

„English Drama Group“ am AFG

Die Schauspieler -Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 8- haben während eines Schuljahres im Stud-Plus-Kurs die teilweise schockierenden Szenen einstudiert.

Als Englischlehrerin und Klassenlehrerin des Jahrgangs 8A habe ich ein geeignetes Theaterstück in englischer Sprache gesucht, das einerseits den Interessen dieser überaus temperamentvollen Lerngruppe gerecht werden könnte, andererseits aber auch ihre Fähigkeiten bezüglich ihrer Sprachkompetenz in Englisch verbessern würde.

Die Bühnenfassung von „Lord of the Flies“ in englischer Sprache verkörpert ideale Voraussetzungen, um dieser Lerngruppe gerecht zu werden.

Interessante Beobachtungen am Rande der Theaterproben hat es bislang viele gegeben. Die Rollen der Bösewichte werden mit Inbrunst gespielt. Häufig gestaltet sich nach den Proben der Boden der Realität mit allen seinen alltäglichen Grenzen dann wieder besonders hart. Zu sehr sind Jack, John, Maurice, Roger und Ralph in ihren Rollen gefangen.

Erstaunlicherweise wollten die meisten Jungen den Bösewicht „Jack“ spielen, sodass ich auch hier Rollen umgeschrieben habe, um möglichst vielen Schülerwünschen zu entsprechen.

Schwierigkeiten gab es bei „Piggy“, einem kleinen dicken Jungen mit Nickelbrille vom Typ „Streber“ und „Neunmalklug“, dessen Rolle zunächst keiner übernehmen wollte, Letztendlich hat sich ein Schüler bereit erklärt, diese Rolle zu übernehmen, und es ist unsere Überzeugung, dass er ihr gerecht wird.

Nach intensivem Sprachtraining der englischen Aussprache können die Schüler und Schülerinnen inzwischen in sprachlicher Hinsicht durchaus überzeugen, was sich bereits im Englischunterricht niederschlägt.

Ruth Rebière

Handlung

Ein Flugzeug, welches Kinder und Jugendliche aus dem von einem Atomkrieg bedrohten England an einen sicheren Ort bringen soll, stürzt über einer Insel im Ozean ab. Einige der Jugendlichen können sich aus dem Flugzeugwrack retten und suchen Schutz auf der Insel.

Auf sich allein gestellt, ohne Erwachsene, sind sie auf Orientierungssuche. Schließlich richten sie sich hier ein.

Anfangs genießen sie ihre grenzenlose Freiheit in dieser paradiesischen Welt. Es gelingt ihnen Feuer zu machen, sie wählen einen Sprecher, sie bauen Hütten, verabreden Regeln. Eine Regel soll sein: Wer das Muschelhorn in den Händen hält, hat das Recht auf Redefreiheit. Dann müssen die anderen zuhören.

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Jack, der Kontrahent des Sprechers Ralph, hält sich nicht an die Abmachungen. Er vertritt die Auffassung, dass Überleben mit Jagen, Kämpfen und Unterdrücken des Gegners gelingt.

Während sich die Jugendlichen, die sich um den gewählten Sprecher Ralph versammeln, an die aufgestellten Regeln halten, eskaliert die Situation bei den Anhängern um Jack.

Auf einmal steht sich die einst geschlossene Gruppe in zwei Lagern gegenüber. Überläufer in das Lager der Jäger, die sich mehr und mehr in den Dschungel zurückziehen, werden häufiger. Die Vertreter der Vernunft geraten zunehmend in die Rolle der Gejagten.

Was zunächst noch als Jagdinstinkt anmutet, verwandelt sich binnen Kürze in Mordlust und Anarchie. Es werden Ängste geschürt, die Jugendlichen schließen sich dem Stärkeren an, auch wenn dieser Regeln bricht und Gesetze nicht einhält. Die Anhänger des Bösen kennen kein Tabu mehr und schrecken letztendlich vor der eigenen Lust zu Töten nicht mehr zurück.

Die alles zerstörende Eskalation der Gewalt lässt verstörte Jugendliche zurück, die es verlernt haben, sich wie zivilisierte Menschen zu benehmen.

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Zwischen den Welten

Jugendliche mit Migrationshintergrund präsentieren ihre persönlichen Geschichten Am 21. Juli findet die Premiere unserer Theaterlesung statt. Während eines Schuljahres haben Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung ihre persönlichen Geschichten zu Papier gebracht. Diese werden an drei Abenden in der Aula des Anne Frank Gymnasiums vorgestellt. Die unterschiedlichen Themen werden darüber hinaus durch Theaterszenen …

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