Latein am AFG

„Latein ist tot, es lebe Latein!“

Wilfried Stroh

Allgemeine Informationen zum Fach

Latein ist die Sprache der Römer und wurde über Jahrhunderte hinweg in allen Teilen des Imperium Romanum von Nordafrika bis in das heutige Großbritannien hinein gesprochen. In den romanischen Sprachen, die sich kontinuierlich aus dem Lateinischen weiterentwickelt haben, sowie im Deutschen und auch im Englischen lebt die lateinische Sprache noch heute weiter. Latein gilt auch heute noch als Basissprache Europas.

Lateinische Texte eröffnen den Zugang zu einer in der Vergangenheit liegenden und in der Gegenwart wirksamen Welt. Sie befassen sich mit den jeweiligen Lebensbedingungen, mit gesellschaftlichen, politischen, kulturellen, religiösen und philosophischen Themen, mit menschlichen Erfahrungen und Schicksalen, mit Werten und Normen des Handelns. Ob es um grundsätzliche Fragehaltungen in der Wissenschaft, um Auffassungen vom Staatswesen, um verallgemeinerungsfähige Rechtsgrundsätze, um künstlerische Motive oder um das Wesen des Menschen, seine Würde und seine Verantwortung geht, in diesen und vielen anderen Bereichen lassen sich in der Antike gemeinsame Wurzeln und das kulturelle europäische Erbe entdecken.

Gründe, die für das Erlernen von Latein sprechen, sind, neben den bereits oben genannten, die Schärfung des Sprachverstehens und die Förderung der Sprachkompetenz, die nachweisliche Erhöhung der Lesekompetenz und die bessere Erschließbarkeit von Fremdwörtern. Zudem wird das Latinum auch heute noch an vielen Universitäten als Voraussetzung für viele Studienfächer gefordert.

Das Latinum erlangen die Schülerinnen und Schüler nach fünf Jahren , wenn sie das letzte Schuljahr mit der Note ausreichend abschließen. Prinzipiell kann Latein auch danach noch weiter fortgeführt und auch als Abiturfach gewählt werden.

 

Besonderheiten am AFG

Das Fach Latein kann am Anne-Frank-Gymnasium in G9 ab Klasse 7 im Rahmen der Sprachenwahl als mögliche zweite Fremdsprache (WPI) gewählt werden. Danach ist die Weiterbelegung bis zum Abitur bei entsprechender Kursgröße möglich.

In den ersten dreieinhalb Jahren, der sogenannten Spracherwerbsphase, erlernen die Schülerinnen und Schüler die grundlegende Grammatik und einen Basiswortschatz. In dieser Zeit arbeiten wir mit dem Lehrbuch Prima Nova (Textband, Grammatik, Schülerarbeitsheft). Zum Abschluss des vierten Jahres lesen wir Übergangslektüren: z.B. antiker Roman, Biografie z.B. über Hannibal oder Karl den Großen, Asterix auf Latein, die Drei ??? auf Latein. Nach vier Jahren Latein erfolgt, bei einer mindestens ausreichenden Zeugnisnote, der Erwerb des Kleinen Latinums.

In der Oberstufe geht die Lektürephase weiter. Nach dem fünften Jahr erfolgt der Erwerb des Latinums.   Lektüren in der Oberstufe betreffen zum Beispiel die folgenden Themen:  Streben nach Herrschaft und Macht (Caesar), Liebesgedichte und Mythen (Catull, Ovid), Grundthemen des menschlichen Lebens (Seneca, Plinius), die Rede als Instrument der Meinungsbildung (Sallust, Caesar) (s. auch das schulinterne Curriculum).

Während der Latein-Lernjahre finden Exkursionen in den Archäologischen Park Xanten und nach Trier statt, jeweils mit Workshops oder Erlebnisprogrammen zur römischen Kultur.

 

Leistungsanforderungen

Grundlage der Leistungsbewertung sind alle von den Schülerinnen und Schülern erbrachten Leistungen. Sowohl die Ergebnisse der Klassenarbeiten / Klausuren als auch die „Sonstigen Leistungen im Unterricht“ (in der Oberstufe offiziell als „Sonstige Mitarbeit“ bezeichnet) fließen in die Zeugnisnoten ein. 6 Klassenarbeiten werden in den beiden ersten Lehrjahren geschrieben, 5 Klassenarbeiten im dritten Lehrjahr, 4 Klassenarbeiten bzw. Klausuren im 4. und 5. Lernjahr.

Der Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht“ umfasst alle im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten mündlichen und schriftlichen Leistungen. Zum Bestandteil der „Sonstigen Leistungen im Unterricht“ zählen u.a.:

  • Mündliche Beiträge zum Unterricht
  • Schriftliche Beiträge zum Unterricht
  • Kooperative Leistungen im Rahmen von Team- und Gruppenarbeit
  • Wortschatzkontrolle
  • Längerfristig gestellte komplexere Aufgaben, die von den Schülerinnen und Schülern einzeln oder in Gruppen mit einem hohen Anteil an Selbständigkeit bearbeitet werden

Der Bewertungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht“ erfasst die Qualität, die Quantität und die Kontinuität der mündlichen und schriftlichen Beiträge im unterrichtlichen Zusammenhang.

 

Downloads und weitere Informationen:

 

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