iPads am AFG

Viele Schulen haben bereits iPad-Klassen eingeführt bzw. planen dies zum nächsten Schuljahr. Auch wir am Anne-Frank-Gymnasium beschäftigen uns mit dem Thema und testen zurzeit den Einsatz von iPads im Unterricht verschiedener Lerngruppen.

Noch ist ganz offen, welches Konzept wir realisieren werden. Eine Möglichkeit ist, eine iPad-Klasse in der Jahrgangsstufe 7 einzurichten. Die Schülerinnen und Schüler dieser Klasse hätten dann in den nächsten drei Schuljahren verstärkt Unterricht mit diesen Geräten. Die Umsetzung hängt zum einen vom Interesse auf Seiten der Eltern ab, zum anderen aber auch von unseren personellen Ressourcen.

Im Folgenden finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen, die Ihnen bei der Meinungsbildung helfen könnten, wenn Sie überlegen, für Ihr Kind Interesse an einer iPad-Klasse anzumelden. Dabei ist noch nicht alles endgültig festgelegt, vieles bezieht sich auf Regelungen, die sich bei anderen Schulen bereits bewährt haben.

Uns ist auch bewusst, dass es noch viele offene Fragen gibt, für die es keine einfachen Antworten geben wird. Dennoch sehen wir darin kein Grund, auf die Nutzung von iPads zu verzichten.

Wie sieht der geplante Einsatz der iPads aus?
Die iPads sollen den Unterricht bereichern und neue Möglichkeiten eröffnen. Es soll mit digitalen eBooks, interaktiven Apps und speziellen Lernanwendungen gearbeitet werden. Hierunter zählen wir sowohl fachübergreifende als auch fachspezifische Apps. Einige Möglichkeiten werden wir Ihnen an unserem Informationsabend (08. April 2019, 19.30 in der Aula, Einladung erfolgt noch) präsentieren.
Warum hat sich das Anne-Frank-Gymnasium für iPads und nicht für ein Tablet eines anderen Herstellers entschieden?
Für einen reibungslosen Ablauf ist es wichtig, dass alle die gleichen Geräte benutzen. Nur so ist sichergestellt, dass die Lehrkraft bei auftretenden technischen Schwierigkeiten kompetent und schnell helfen kann. Zudem unterscheiden sich die Systeme stark in ihren Möglichkeiten bezüglich Hard- und Software. Eine Vereinheitlichung im Rahmen des Schulalltags könnte ohne die Verwendung gleicher Geräte nicht gelingen.
Die Firma Apple ist der einzige Hersteller, der mit dem iPad ein bestandssicheres Gerät anbietet. Durch die regelmäßige und langfristige Aktualisierung der Software iOS können Betriebssicherheit und Datenschutz gewährleistet werden. Da Apple hat für den Bildungsmarkt eine rechtskonforme und im Schulalltag praktikable Lösung entwickelt. Wir haben darüber hinaus konkrete und erreichbare Ansprechpartner zur Verfügung, die uns einen langfristigen Support versichern.
Nicht zuletzt verwenden viele andere Schulen das iPad als Tablet, so dass der Erfahrungsaustausch und die Netzwerkbildung von uns mit anderen Schulen leichter möglich sind.
Müssen Eltern die Geräte selbst einrichten?
Nein. – Wir planen ein Vortreffen, in welchem wir gemeinsam erste Schritte gehen und zusammen mit Eltern und Schülerinnen und Schülern das Gerät kennenlernen. Die Einrichtung der Geräte geschieht über ein mobiles Gerätemanagement-System. Hier werden Apps und Einstellungen für Schülergeräte durch die Schule festgelegt und installiert. Auch Eltern können bestimmte Einstellungen für das Gerät ihrer Kinder zuhause einrichten.
Wie wird verhindert, dass Schülerinnen und Schüler mit dem iPad im Unterricht spielen?

Die App „classroom“ beschränkt den Zugriff auf bestimmte Apps automatisch. Außerdem kann die Lehrkraft einzelne Programme exklusiv öffnen, sodass die Schülerinnen und Schüler keine anderen als die von der Lehrkraft gewünschten Aktivitäten mit ihrem iPad durchführen können.

Die Erfahrung von Eltern, deren Kinder iPad-Klassen an anderen Schulen besuchen, zeigt, dass das iPad schon nach kurzer Zeit von den Schülerinnen und Schülern als Arbeitsgerät wahrgenommen wird.

Wird jeder Arbeitsschritt der Schülerinnen und Schüler durch die Lehrkraft im Unterricht verfolgt? Und sieht die Schule, was mein Kind am Nachmittag mit dem iPad tut?

Die Lehrkraft kann – muss aber nicht – im Unterricht sehen, was und wie Ihr Kind auf dem iPad arbeitet. Wir können so sicherstellen, dass es am gewünschten Thema arbeitet. Außerdem kann das Arbeitstempo ein Hinweis auf Lernschwierigkeiten in bestimmten Bereichen sein.
Grundsätzlich sehen wir nach wie vor den „Fehler“ als Lernchance. Ein Beobachten von Lernwegen muss also keine Angst vor Fehlern bereiten, und es wird nach wie vor bewertungsfreie Arbeitsphasen im Unterricht geben.
Außerhalb der Schule hat keine Lehrerin und kein Lehrer mehr Einblick in die Aktivitäten auf dem iPad.

Werden alle personenbezogenen Daten an Apple weitergeleitet und kann Apple auf die Arbeitsmaterialien zugreifen?

Ein wichtiger Aspekt bei der Verwendung vieler computerbezogener Dienste in der Schule ist das hohe Datenschutzniveau in Europa. Wir sind nicht berechtigt, personenbezogene Daten zur Nutzung durch Dritte weiter zu geben. Zulässig ist es jedoch, Daten durch externe Dienstleister verarbeiten zu lassen, wenn diese eine sogenannte „Auftragsdatenverarbeitung“ nach europäischem Datenschutzrecht vertraglich zusichern.

Mit der Firma Apple werden wir einen entsprechenden Vertrag abschließen. Zur personalisierten Nutzung der iPads werden Daten zur Identifizierung (z.B. Name, Klasse, ggf. Geburtsdatum, ggf. Kurszugehörigkeit, Geräte-IDs) sowie den Nutzungsmöglichkeiten (z.B. erlaubte Software, später Lizenzen für Schulbücher) gespeichert. Arbeitsergebnisse sollen nicht in der iCloud gespeichert werden, sondern in einem Cloudsystem der RegioIT, deren Server in Aachen stehen.

Die Verwendung von Leistungsdaten (Noten) innerhalb dieses Systems wird durch dienstliche Anweisung verboten sein.

Haben die Kinder keinen Kontakt zu gedruckten Büchern mehr?

Die Schulbücher sollen möglichst durch digitale eBooks ersetzt werden. Das gedruckte Schulbuch kann zuhause als Nachschlagewerk genutzt werden. Workbooks, Arbeitshefte oder Lektüren werden wir weiterhin als gedruckte Version verwenden. Die Verwendung eines iPads stellt nicht in Abrede, dass wir Ihren Kindern das gedruckte Buch als bedeutsames ästhetisches und kulturelles Gut nahebringen möchten.

Wird das iPad auch das Heft ersetzen?

Nein. – Für jedes Fach muss ein Heft geführt werden, um die Feinmotorik und die Ordnung zu schulen. Auch Klassenarbeiten werden weiterhin per Hand geschrieben.

Welche Kosten und Verbindlichkeiten kommen auf Eltern zu?

Die Geräte werden von einer Leasingfirma geleast. Die Eltern müssen für das Gerät, eine stabile Schutzhülle, einen Stift und eine Versicherung ca. 12 € monatlich bezahlen. Nach drei Jahren gehört das Gerät dann Ihnen (unverbindlicher Richtwert).

Sie müssen dafür Sorge tragen, dass das iPad, wie auch andere Schulmittel, zum täglichen Unterricht mitgebracht wird. Falls das Gerät defekt ist, sorgt die Leasingfirma für schnellen Ersatz.

An wen können Eltern sich wenden, wenn sie weitere Fragen haben?

Sie können uns natürlich auch unabhängig vom geplanten Informationsabend (08. April 2019, 19.30 in der Aula) kontaktieren. Schreiben Sie uns dazu gerne eine E-Mail ipads@afgmail.de

 

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