Henry Flott (8c) gibt Einblicke zum diesjährigen Besuch des Anne-Frank-Hauses im Zuge des Europatags:
Am 21.6.2026 fand wieder der traditionelle Europatag des Anne-Frank-Gymnasiums statt, bei dem die achten Klassen das Anne Frank-Haus in Amsterdam besuchten. Dieses Jahr gab es jedoch eine Änderung. Statt einer Exkursion machten wir eine zweitägige Fahrt mit der gesamten achten Stufe. So konnten wir noch mehr unternehmen.
Mit dem Bus fuhren wir zuerst nach Herzogenbusch. Dort befindet sich ein ehemaliges Konzentrationslager aus dem Zweiten Weltkrieg. Nach einer Tour durch den nahegelegenen Wald bekamen wir viel über die damalige Zeit erzählt. Es war auch möglich, Baracken und Plätze auf dem Gelände zu besuchen, um einen Eindruck vom Leben zu dieser Zeit zu bekommen. Es gab Hütten zum Schlafen und Arbeiten, Gefängniszellen und Wachtürme. Allerdings waren diese rekonstruiert, weil nahezu alle alten Gebäude zerstört wurden. Kleidung und Schuhe sind noch original erhalten.
Nach diesem informativen und aufwühlenden Besuch gingen wir wieder zum Bus, um weiterzufahren. Unser nächstes Ziel war Utrecht, wo sich unsere Jugendherberge befand. Diese lag zentral in der Innenstadt. Dort erhielten wir mithilfe einer Plakatausstellung wichtige Informationen über Anne Frank, ihre Familie, ihre Freunde, das Versteck ihrer Familie und über ihr bekanntes Tagebuch.
Am folgenden Tag verließen wir schon früh die Jugendherberge, um mit dem Bus nach Amsterdam weiterzufahren. Bei warmem Wetter erkundeten wir die Stadt voller Grachten und Sehenswürdigkeiten. Mit unseren iPads führten wir eine Rallye durch, bei welcher es um Anne Frank, jüdisches Leben und Widerstand gegen den Nationalsozialismus ging. Wir hatten auch Freizeit, sodass wir in Geschäfte gehen oder ein Eis kaufen konnten, um uns abzukühlen.
Der anschließende Besuch des Anne Frank-Hauses war der Höhepunkt der Fahrt. In einer Gruppenarbeitsphase kam Gelerntes vom Vorabend zum Einsatz und wir tauschten uns über Anne Frank aus. Das Haus, in dem sie sich versteckt hat, ist heutzutage ein Museum. Mit einem Audioguide-Gerät hörten wir eine emotionale Erzählung aus der Sicht Anne Franks. Wir sahen nahezu alles, was damals im Versteck geschah. Neben Zeichnungen und Fotos der Familie konnten wir uns auch erklärende Videos anschauen, welche zusätzliche Eindrücke vermittelten.
Mit Anne Franks handgeschriebenem Tagebuch endete unser Besuch in Amsterdam.
Die Plakatausstellung über Anne Frank und ihre Familie ist unter https://www.annefrank.de/bildungsarbeit/projekte/alle-machen-mit/materialien-inklusiver-aktionstag zu finden.
Text und Fotos: Henry Flott











