Ausstellung zur jüdischen Gemeinde Aachens im Schulzentrum mit Vortrag von Dr. Holger Dux am 27. Januar

Gegen 9 Uhr am Morgen des 27. Januar 1945 erreichten die ersten Soldaten einer Aufklärungseinheit der sogenannten Roten Armee das Tor zum Lager Auschwitz III. Im Stammlager Auschwitz konnten die sowjetischen Soldaten noch etwa 1200 und in Birkenau dann 5800 Frauen, Männer und Kinder befreien. Doch was sich den Augen der Soldaten bot, übertraf alles, was man seit der Befreiung des KZs Majdanek-Lublin im Sommer 1944 hätte ahnen können. In diesem Lager wurden in vier Jahren etwa eine Million Menschen ermordet.

Bundespräsident Roman Herzog, der anregte, den 27.Januar als Gedenktag zu begehen, hob 1996 hervor: „Zunächst darf das Erinnern nicht aufhören; denn ohne Erinnerung gibt es weder Überwindung des Bösen noch Lehren für die Zukunft.“ Seitdem ist dieser Tag in Deutschland gesetzlich verankerter Tag als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.

Erinnern und Gedenken möchten – wie in jedem Jahr – auch die Heinrich-Heine-Gesamtschule und das Anne-Frank-Gymnasium im Schulzentrum Laurensberg. Anlässlich des 75-jährigen Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27.01.1945 wird vom 21.1. – 19.2.2020 die Wanderausstellung “Es geschah in Aachen…” in der gemeinsamen Bibliothek der beiden Schulen ausgestellt sein. Die Ausstellung erfasst Stationen der Gründung der jüdischen Gemeinde in Aachen, ihre Zerstörung während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und ihren Wiederaufbau nach 1945. Die Ausstellung kann und soll während der Öffnungszeiten der Bibliothek besucht werden.

Am Montag dem 27.1.2020, dem Jahrestag der Befreiung, wird um 10. 30 Uhr der Historiker Dr. Dux, der die Ausstellung gemeinsam mit Winfried Casteel zusammengestellt hat, einen Eröffnungsvortrag halten. Kurse der beiden Schulen sowie (nach Voranmeldung in einem der Schulsekretariate) externe Besucher sind herzlich eingeladen.

Dr. Stephan Saffer, Johannes Kraft

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