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Leben im Versteck

Seit Sommer 1942 lebten die Juden Anne, Margot, und ihre Eltern mit der Familie van Daan und dem später aufgenommenen Herrn Dussel aus Angst vor Deportation im Hinterhaus der Opekta-Firma, deren Besitzer Annes Vater war. Einige Helfer versorgten die Untergetauchten mit Lebensmitteln, Nachrichten u.ä.
In der ersten Zeit im Hinterhaus gab es noch sehr viel Streit “Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht gestritten wird”. Die Not schweißte jedoch zusammen und bald schon begann man sich trotz großer Unterschiede zu akzeptieren.
Ein Grund für die Auseinandersetzungen war natürlich der enorme Platzmangel. 8 Leute mussten knapp 3 Jahre auf nur wenigen Quadratmetern zusammenleben. Nur Peter, Sohn der Familie van Daan und zeitweiliger Freund Annes besaß ein Einzelzimmer, in das sie sich zurückziehen konnte.
Letztendlich gerieten die Versteckten doch noch in die Fänge der Nazis. Nach all der Zeit, den Entbehrungen und der Angst wurden sie, nur weil sie Juden waren, schließlich deportiert und kamen in den berüchtigten KZs zu Tode.
Als einziger Überlebender kehrte Annes Vater nach dem Krieg zurück und übergab das Tagebuch seiner Tochter der Öffentlichkeit.
Neben ihrem weltweit bekannten Tagebuch, einer ergreifenden Dokumentation zum Thema Holocaust, verfasste Anne Frank auch einige Märchen und Gedichte. Anne, die ihr Leben lang Journalistin werden wollte, fand letztendlich also doch die Anerkennung, die sie als Schriftstellerin verdient.
Die Homepage des Anne-Frank Hauses in Amsterdam: hier