Karl Schultheis besucht das AFG

Schon lange hatten sich die Klasse 9d und ihre Politiklehrerin auf den hohen Besuch im Neuen Jahr gefreut. Vorigen Mittwoch war der Landtagsabgeordnete Karl Schultheis (SPD) zu Gast im Anne-Frank-Gymnasium.
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse kennen den erfahrenen Berufspolitiker bereits von einer Aulaveranstaltung her, auf der das Anne-Frank-Gymnasium zur „Schule ohne Rassismus“ ernannt worden war. Damals hatte Karl Schultheis die Projektpatenschaft übernommen.
Ferner hatte die Klasse im letzten Oktober den Düsseldorfer Landtag besucht und einer Plenarsitzung des nordrhein-westfälischen Parlamentes live beiwohnen können. Was die Klasse an dem damaligen Tag lernte, war nicht nur die Arbeitsweise des Parlamentes, sondern vor allem eines: Wenn man die ehemalige nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin auf sein persönliches Smartphone bekommen möchte – am besten in Form eines Selfies mit der ganzen Klasse – muss man schnell sein… Die Klasse hatte Frau Kraft gleich zwei Mal in der Landtagscafeteria getroffen, aber bevor es zum gemeinsamen Fotoshooting kommen konnte, war die Ex-Ministerpräsidentin wieder verschwunden…

Auch letzten Mittwoch gab es viel in Erfahrung zu bringen: Die Klasse erhielt Gelegenheit, eine Stunde lang ihre Fragen an Herrn Schultheis loszuwerden. Zur Verköstigung hatte sie eigens ein ansprechendes Buffet vorbereitet.
Der Landtagsabgeordnete erzählte den Schülerinnen und Schülern, dass er zu Beginn seiner Laufbahn selbst Lehrer am Gymnasium Baesweiler gewesen sei. Da er verschiedene Reformideen zum Schulsystem in seiner Vorstellung entwickelt hatte, wechselte er vom Schuldienst in den Ministerialdienst des Landes: „Wenn man wirklich etwas bewegen möchte, muss man in die Politik gehen.“

Die 9d stellte ihre vorbereiteten und spontanen Fragen rund um die aktuelle Innen- und Außenpolitik, die Arbeit eines Abgeordneten und persönliche Belange. Auf dem Herzen lagen insbesondere die „Versuche“ einer Regierungsbildung in Berlin und der gestiegene Rechtspopulismus in Deutschland – auch in den Parlamenten. Dazu Schultheis: „Politik bedeutet Wettbewerb der Meinungen – das zu akzeptieren, gehört zur Demokratie dazu.“
Persönliche Anliegen drehten sich um das Angebot des Politikers, bei Interesse in der EF ein Schülerpraktikum in seinem Abgeordnetenbüro absolvieren zu können. Zu guter Letzt wurde an den benachbarten alteingessenen Richtericher u. a. die Frage gestellt: „Sind Sie vielleicht im gleichen Schützenverein wie mein Großvater?“ –
eine in jeder Hinsicht informative und umfassende Veranstaltung.
An die Klasse nochmals vielen Dank für die tolle Vorbereitung und Durchführung.

M. Brögelmann

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