„Kaaskoppen“ treffen auf „Moffen“

Ein kleiner Reisebus, besetzt mit 13 Schülern und 2 Lehrern, die voller Vorfreude den kommenden Tagen entgegenfieberten, startete Anfang Februar diesen Jahres (2011) in die niederländische Region Westland (in der Nähe zu Den Haag) in den kleinen Ort s’Gravenzande. Schlafen konnten wir leider nicht, da uns die Aufregung und Nervosität auf das „Unbekannte“ wach hielt, vor allem diejenigen die noch nie zuvor für eine Zeit in einer fremden Familie gelebt hatten. Nach nur ca. 3 Stunden Fahrt kamen wir im schönen s’Gravenzande an, wo uns an der Schule unsere Gastfamilien erwarteten. Die Begrüßung war noch etwas seltsam, wir umarmten unsere Gastfamilien, bei denen wir nun die folgenden sechs Tage bleiben durften, alle etwas verlegen. Doch wir alle hatten sehr viel Glück: die Niederländer stellten sich als sehr gastfreundlich heraus. Auch unsere Austauschschüler, zu denen wir vorher per e-Mail schon Kontakt aufgebaut hatten waren super lieb, offen und herzlich zu uns.

Nun ging es für fast alle jeden Morgen mit dem Fahrrad zu der sehr modernen Schule, wobei manche 5 Minuten, andere 20 Minuten fahren mussten. Unser Programm dort, war genau wie hier, sehr vielseitig: wir besuchten den niederländischen Unterricht, machen im Rahmen der Deutsch-Niederländischen-Beziehungen eine Umfrage, verbrachten einen Tag in der schönen Stadt Den Haag und in der Hauptstadt Amsterdam und trafen uns fast jeden Abend zu einem lustigen Beisammensein.

Als wir „Doei“ (dt. Tschüss) zu unseren niederländischen Freunden sagten, taten wir dies mit einem weinenden und lachenden Auge, denn wir freuten uns auf den zwei Monate späteren Rückaustausch, bei dem wir die Niederländer bei uns aufnehmen würden.

Schließlich kamen die Niederländer im April zu uns. Wir läuteten den Austausch in Deutschland mit einem gemütlichen Abend in einem Café ein und starteten schließlich in eine ereignisreiche Woche. Die Niederländer bekamen neben der Stadtrallye in Aachen und Bowlen die Chance in Monschau in der bekannten Bierbrauerei eine Bierprobe zu machen, worüber wir uns natürlich auch sehr gefreut haben. Zudem besichtigten wir bei einer einstündigen Führung Köln und lernten die geschichtlichen Hintergründe dieser Stadt kennen. Besonders schön war dann auch abends das große Abschiedsessen in der Pontstraße im Labyrinth.

Wir alle genossen den letzten Abend zusammen und am nächsten Tag wurde sich bei allen geschworen, sich zu besuchen, zu schreiben oder eben einfach den Kontakt aufrecht zu erhalten.

Auch wenn wir zwar „nur“ jeweils sechs Tage dort waren, haben wir unter dem schulischen Aspekt in eine andere Kultur hineinschnuppern dürfen und unsere niederländische Sprache verbessert, wohingegen wir unter dem menschlichen Aspekt neue Freunde gefunden haben und gelernt, offener auf neue Menschen und Kulturen zuzugehen. Alles in allem war es für alle Beteiligten eine unvergessliche Zeit, die uns auch unter den Schülern enger zusammengeschweißt hat.

Stella Baum und Maxi Wegener